Au Pair für 3 Monate
Warum ich Au Pair wurde und es nicht bereut habe
Naomi Crouch
Eine Freundin von mir reiste einmal nach Übersee um Au Pair zu werden. Ich hatte nie zu vor davon gehört, doch als sie mir davon erzählte, wurde ich neugierig und wollte alle Einzelheiten erfahren. Schnell wollte ich die gleichen tollen Erfahrungen machen und das gleiche erleben wie sie.
Doch bevor ich mich direkt auf eine Stelle zum Au Pair bewarb, wollte ich Erfahrung im Umgang mit Kindern sammeln und so nahm ich für drei Monate eine Stelle als Kindermädchen bei einer benachbarten Familie an. Sie hatten zwei kleine Mädchen die mit ihrem Charme und ihrer süßen Augen die Arbeit zu einer Wohltat werden ließen.
Meine guten Erfahrungen mit diesem ersten Versuch ermutigten mich dazu, für weitere drei Monate bei einer neuen Familie zu arbeiten. Jedoch sollten meine Erwartungen aufs Bitterste enttäuscht werden. Der Sprössling der Familie war so laut, anstrengend und aufmüpfig, dass selbst die Supernanny an ihre Grenzen gestoßen wäre. Die Eltern schien das Verhalten ihres Sohnes nicht im Geringsten zu stören, sodass sich meine Hoffnungen auf Unterstützung und Entlastung ihrerseits schnell in Luft auflösten, und so wurden es die wahrscheinlich längsten 3 Monate meines Lebens. Jedoch ließ ich mich durch diese Erfahrung nicht herunterziehen und bewarb mich sobald der Spuk vorbei war auf eine Stelle zum Au Pair.
Meine erste Reise sollte mich nach Deutschland führen, wo ich von meiner wundervollen Gastfamilie herzlich aufgenommen wurde und tolle sechs Monate verbrachte. Im Gegensatz zum ´Satansbraten’ der vorherigen Familie war dieser kleine Junge der reinste Engel und die Kommunikation stellte dank meiner Deutsch- und der Englischkenntnisse meiner Gastfamilie kein Problem dar. Zudem waren die Reisekosten überschaubar, da ich in London lebe und ein Flugticket von dort nach Deutschland sehr preiswert ist.
Die Zeit verging wie im Flug und sobald ich zurück in England war, bewarb ich mich auf weitere Stellen, diesmal weiter weg von meinem Heimatland. Auch Australien war unter meinen favorisierten Reisezielen.
Die Frau meines Onkels ist gebürtige Australierin und so erfuhr ich schon im Voraus einiges über das Land und seine Leute. Als ich dann die Zusage von einer Familie mir Drillingen und einem neunjährigen Sohn, überlegte ich nicht lange und nahm die Stelle an.
Schon bald wunderte ich mich wie die Eltern es schafften, Tag für Tag mit diesen Kindern unter einem Dach zu leben, da sich die Betreuung der nicht gerade gut erzogenen Drillinge als wahre Herausforderung entpuppte. Ihnen Manieren beizubringen beraubte mich einiger Kraft und Geduld aber es machte gleichzeitig riesen Spaß sodass ich zu keiner Zeit an einen Abbruch des Aufenthalts dachte.
Gleichzeitig war dies die längste Zeit, die ich bei der selben Familie verbrachte und so lernte ich das Jahr über unzählige Facetten und Einzelheiten der australischen Kultur kennen, begeisterte mich für ihre Sportarten, erlebte Weihnachten im Sommer und fuhr so oft es ging Strand.
Auch diese Zeit ging viel zu schnell vorüber und so befinde ich mich aktuell erneut auf der Suche nach einer weiteren Au Pair-Stelle, entweder ein weiteres mal in Australien oder aber in Amerika.
Ich kann nur jedem der über eine Zeit als Au Pair nachdenkt oder aber eine Stelle angeboten bekommt empfehlen, die Gelegenheit auf keinen Fall verstreichen zu lassen. Es ist in jedem Fall eine lohnenswerte Erfahrung, allein schon der Reise in ein anderes Land wegen. Der Einblick in die verschiedenen Kulturen und Familien ist einfach durch keine andere Erfahrung zu ersetzen und sollte niemandem entgehen. Also bewirb dich gleich jetzt denn du wirst es nicht bereuen.

Australien Demi Pair



